Badeseen in Österreich

Es muss nicht immer Mittelmeer sein. Die zahllosen Badeseen Österreichs bieten gerade in den heißen Sommermonaten eine willkommene Abkühlung – und die malerische Alpenkulisse gibt es gratis dazu.

Die Alpenrepublik ist mit Seen reich gesegnet: Insgesamt 2.140 „stehende Gewässer“ mit mehr als einem Hektar Fläche gibt es hier. Ausreichende Niederschläge und zahlreiche Gebirgsmulden und Geländevertiefungen sorgen dafür, dass sich das Wasser schnell zu Badeseen sammeln kann. Die Urlauber freuen sich dabei über die außerordentliche Klarheit und Sauberkeit der meisten Gewässer. In den österreichischen Seen kann man nicht nur bedenkenlos schwimmen – man kann das Wasser sogar trinken.

Sind Alpenseen nicht zu kalt zum Baden?

Eigentlich nicht. Zugegeben: Mancher kleiner, von Gletscherwasser gespeister Bergsee eignet sich wirklich nur für Hartgesottene. Andererseits erreichen viele Seen im Sommer 25 Grad – in Einzelfällen sogar bis zu 30 Grad – Wassertemperatur. Recht warm sind beispielsweise der Neusiedler See, die Seen des nördlichen Salzkammerguts sowie die Kärntner Seen. Die jährliche Temperaturkurve hängt dabei nicht nur vom Wasserzufluss, sondern auch von Sonneneinstrahlung und Durchmischung ab.

Die größten Seen Österreichs

Mit einer Fläche von rund 140 Quadratkilometern ist der Neusiedler See der größte österreichische (Bade-)See. Dieser außergewöhnliche Steppensee mit seinem breiten Schilfgürtel liegt an der Grenze zu Ungarn, ist sehr flach und kann sich daher gut erwärmen. Hier hat neben Wassersport und Badebetrieb auch der Naturschutz eine hohe Bedeutung.

Auch am Bodensee, dessen größter Teil zu Deutschland gehört, hat Österreich einen erheblichen Anteil. Flächengrößtes rein österreichisches Gewässer ist der Attersee im Salzkammergut. Auf den gut 46 Quadratkilometern wird Wassersport aller Art groß geschrieben. Außerdem ist das Gewässer sehr fischreich. Eine weitere Besonderheit sind die prähistorischen Pfahlbauten: Jahrtausende alte Überreste von Siedlungen, die in Ufernähe des Attersees gefunden wurden.

Nach dem ebenfalls im Salzkammergut gelegenen Traunsee folgt der Wörthersee an Position fünf. Mit fast 20 Quadratkilometern ist er der größte See Kärntens. Der Wörthersee ist für sein besonders mildes Klima und seine gut ausgebauten Bademöglichkeiten beliebt. Über 16 Kilometer erstreckt sich das schmale Gewässer westlich von Klagenfurt. Schon im 19. Jahrhundert entstanden an seinen Ufern zahlreiche Villen von reichen Bürgern, die das Badevergnügen zu schätzen wussten.

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