Schwimmen im Winter – was bedeutet das für die Haut?

Das Hallenbad lockt vor allem im Winter als Oase der Entspannung. Doch beim Schwimmen in der nasskalten Jahreszeit kommt so einiges zusammen, das der Haut schaden kann. Kalte Winterluft, heiße Heizungsluft, Chlor und das Wasser selbst, sie alle setzen unserer Haut zu. Erfahren Sie, wie sich Hautprobleme verhindern lassen.

Im Hallenbad - © chaensel (CC0 Public Domain)

Im Hallenbad – © chaensel (CC0 Public Domain)

Warum Wasser die Haut austrocknet

Je häufiger man ins Wasser geht, desto spürbarer wird der Effekt – die Haut fühlt sich zunehmend trocken an. Verantwortlich ist ein Unterschied im pH-Wert – die menschliche Haut hat mit 5,5 einen leicht sauren, Wasser mit 7 hingegen einen neutralen Wert. Den Unterschied mag die Natur nicht, sie versucht ihn auszugleichen, sobald Haut und Wasser in Kontakt kommen. Dabei wandern Moleküle von der Haut ins Wasser, die Haut wird immer basischer und verliert an Feuchtigkeit. Weil die wertvollen Lipide aus der Haut gespült werden, leidet auch die Durchblutung der obersten Hautschicht. Die schützende Barriere bröckelt. Wissenschaftlich betrachtet ist also die Diffusionskraft schuld an vielen Hautproblemen.

Und auch das aus hygienischen Gründen in Schwimmbädern verwendete Chlor spielt eine Rolle, denn die Chemikalie verstärkt das Austrocknen. Hallenbäder, die ihr Wasser mit Ozon anstatt mit Chlor reinigen, sind deshalb schonender für die Haut.

Vor dem Baden: Keine Chance für trockene Haut

Vor dem Schwimmen ist Duschen Pflicht, im Winter sollte es gründlich, schnell und höchstens lauwarm sein. Beim Duschgel empfiehlt sich ein pH-neutrales Produkt, das belastet die Haut weniger. Wer über besonders trockene, spröde Hautstellen klagt, kann vor dem Schwimmen extra vorsorgen. Wasserfeste Hautcremes aus dem Bereich Arbeitsschutz können punktuell zum Einsatz kommen und schirmen Hände, Ellenbogen und Co. effektiv ab. Komplett eincremen, vor allem mit einem Produkt, das viel Fett und Paraffine enthält, ist hingegen kontraproduktiv. Weil solche Cremes die Poren versiegeln, kann die Haut nicht atmen. Beim Schwimmen fließt der Schweiß nicht richtig ab, das reizt die Haut zusätzlich.

Wohltat nach dem Schwimmsport

Nach dem Schwimmtraining reicht es das Chlor schnell abzuduschen. Erneutes Einseifen ist nicht notwendig und würde die Haut nur unnötig stressen. Dafür freut sie sich auch nach dem Schwimmen über eine Extraportion Feuchtigkeit. Gut geeignet sind Hautcremes mit Urea oder Glycerin wie sie auch bei Neurodermitis zu empfehlen sind. Im Winter sollte der Fettgehalt besonders hoch sein – 30 Prozent sind ideal. Das Fett ersetzt die verloren gegangenen Lipide und hilft die hauteigene Schutzbarriere zu stärken, damit Sie bald wieder schwimmen gehen können.

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