Heilendes Wasser mit Salz und Schwefel

Wasser ist gesund – in manchen Fällen sogar ohne jede Schwimmbewegung. Es kommt eben auf den Inhalt an: Salz- oder schwefelhaltiges (Thermal-)Wasser soll gegen zahlreiche Krankheiten und Wehwehchen helfen. Viele positive Wirkungen sind medizinisch erwiesen, andere sind vermutlich den Placebo-Effekten zu verdanken. Wichtig ist, dass es vielen Patienten spürbar besser geht, wenn sie am Meer urlauben oder an einer Soletherme kuren.

Schwefel - © ds / pixelio.de

Schwefel – © ds / Pixelio.de

Salz gut für Haut und Bronchien

Eine „Sole“ enthält definitionsgemäß zwischen 1,5 und sechs Prozent Kochsalz. Der Salzgehalt des Meeres liegt ziemlich genau in der Mitte dieser beiden Werte. Zum Kochsalz kommen – ja nach Quelle – verschiedene Anteile weiterer Mineralsalze wie zum Beispiel Jod. Ihren Ursprung haben die Salze übrigens in Gesteinen, von wo sie ausgespült werden, um schließlich ins Meer oder (in Ausnahmefällen) ins Solequellen zu gelangen.

Erwiesenermaßen hilft die Sole bei schweren Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Zwar ist keine endgültige Heilung möglich, aber doch eine deutliche Linderung über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Außerdem bringt Salz angegriffene Schleimhäute zum Abschwellen. Hiervon profitieren Menschen mit Asthma, Bronchitis oder anderen Atemwegsinfekten.

Wohl diskussionswürdig sind die beobachtbaren Effekte bei Rheuma und weiteren Erkrankungen des Bewegungsapparates. Hier ist die Heilwirkung vermutlich größtenteils auf die Wärme und den gelenkschonenden Auftrieb des Wassers zurückzuführen, weniger auf seinen Salzgehalt. Unbelegbar sind dagegen Behauptungen, die Sole habe Einfluss auf lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs.

Schwefel gegen Entzündungen

Schwefel kann in manchen chemischen Verbindungen giftig wirken, ist in Spuren aber auch für den menschlichen Körper notwendig. Im Wasser gelöst, gilt Schwefel vor allem als Heilmittel gegen Entzündungen. Erwiesen ist, dass Schwefelwasserstoff und andere Schwefelverbindungen die Ausbreitung von Bakterien stoppen und Parasiten abtöten können. Darüber hinaus soll das leicht faulig riechende Schwefelwasser auch bei Gelenkentzündungen, rheumatischen Leiden und Ekzemen helfen. In Deutschland gibt es jedenfalls über 30 Schwefelheilquellen, in denen Patienten auf Entspannung und Genesung hoffen dürfen.

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