Schwimmhilfen, die Anfängern wirklich helfen

Keine Schwimmhilfe bietet hundertprozentige Sicherheit. Die Luftkammern von Schwimmflügeln können Löcher bekommen, ein Schwimmbrett kann im Wasser abdriften, die Verschlüsse von Schwimmwesten lassen sich öffnen. Nicht technische Hilfsmittel, sondern aufmerksame Eltern sind daher die wichtigste Sicherheitsgarantie, wenn Kinder schwimmen lernen. Eine gute Schwimmhilfe bietet aber ein hohes Maß an Schutz – und ist dem Alter und den Schwimmfähigkeiten des Nachwuchses angepasst.

Kriterien für eine sichere Schwimmhilfe

Um innerhalb der Europäischen Union zugelassen zu werden, muss eine Schwimmhilfe der Norm EN 13138 genügen. Diese Zulassung ist auf der Schwimmhilfe aufgedruckt und ist in der Regel ein zuverlässiges Indiz dafür, dass ein Produkt tatsächlich tauglich ist.

Die europäische Norm EN 13138 bestimmt unter anderem, dass eine Schwimmhilfe entweder aus schwimmfähigem Schaumstoff hergestellt sein muss oder zwei voneinander getrennte Luftkammern besitzen muss. Ist eine Luftkammer zerstört – so das Prinzip – hält die zweite Kammer den Schwimmanfänger über Wasser. Vorgeschrieben ist auch ein Rückschlagventil, das beim Aufblasen Luft einlässt, aber kein Wasser in die Gegenrichtung zurück.

Diverse Schwimmhilfen im Schwimmunterricht - © Reschke

Diverse Schwimmhilfen im Schwimmunterricht – © Reschke

Passende Schwimmhilfe auswählen

Die Hilfsmittel sind in drei Klassen eingeteilt, die im Groben den Schwimmfähigkeiten entsprechen.

Klasse A: Die Schwimmsitze sind für so genannte „passive Benutzer“ ausgelegt, also vor allem für Babys, die sich an das Wasser gewöhnen sollen. In dieser Klasse gab es in der Vergangenheit immer wieder Produkte, die keine ausreichende Sicherheit bieten.

Klasse B: Hier sind die meisten der klassischen Schwimmhilfen enthalten, die Schwimmanfänger benutzen. Auf der Seite ab-ins-nass.de finden Sie weiterführende Informationen über Schwimmflügel und Schwimmscheiben, Schwimmwesten, Schwimmkragen und Schwimmgürtel.

Klasse C: Diese Produkte sind für „aktive Benutzer“ gedacht, die sich an der Schwimmhilfe festhalten können. Schwimmbretter und Schwimmnudeln sind auch für Schwimmer sinnvoll, die die Grundbegriffe bereits beherrschen und nun einen anderen Schwimmstil erlernen möchten.

Luftmatratzen oder Wasserspielzeug (zum Beispiel Schwimmtiere oder Bälle) sind dagegen nicht als Schwimmhilfe gedacht. Sie entsprechen weder der europäischen Norm, noch können sie einen Anfänger zuverlässig über Wasser halten.

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