Wasserball – eine intensive Sportart

Fußball spielen kann fast jeder, der sich ein wenig Mühe gibt. Beim Wasserball ist das anders. Zu dieser olympischen Sportart gehört eine ganze Portion Kraft und Ausdauer, um sich überhaupt auf dem Spielfeld behaupten zu können. Die körperliche Herausforderung, Ausrüstung und Spieldauer (vier mal acht Minuten) erinnern am ehesten an Eishockey.

Wasserball - © Klaus Steves / pixelio.de

Wasserball – © Klaus Steves / Pixelio.de

Schwimmtechnik und Grundregeln

Wasserball kennt für die Spieler kaum Ruhephasen. Wer sich auf dem mindestens 10 mal 20 Meter großen Spielfeld befindet, muss ununterbrochen schwimmen und immer wieder nach dem Ball sprinten. Zum Glück darf nach den offiziellen Regeln praktisch beliebig ausgewechselt werden: Sechs Feldspieler und ein Torwart sind auf dem Feld, während sich bis zu sechs Ersatzleute abwechselnd am Beckenrand verpusten dürfen.

Beim Torwurf gibt es keinen Boden, an dem sich der Spieler abstoßen könnte – auch wenn dies für die Zuschauer manchmal so aussieht. Die Schnellkraft beim Schwimmen und Werfen kommt vor allem aus den Beinen. Ein durchtrainierter, muskulöser Körper ist eine Voraussetzung des Spiels. Die bevorzugte Schwimmtechnik, bei der der rund 70 Zentimeter große Ball mitgeführt wird, ist Kraulen bzw. Freistil.

Auch wenn Behinderung und Untertauchen des Gegners verboten sind, kommt es beim Wasserball sehr häufig zu Fouls, die mit Zeitstrafen, Freiwurf oder Strafwurf (eine Art Elfmeter) geahndet werden. Ähnlich wie beim Fußball genießt der Wasserballtorwart einige Sonderrechte. Als Einziger darf er sich im Zwei-Meter-Raum vor dem eigenen Tor aufhalten, und nur er darf den Ball fausten oder mit beiden Händen gleichzeitig anfassen. Eine Drangperiode hat er dann überstanden, wenn die gegnerische Mannschaft 30 Sekunden ununterbrochen im Angriff war und kein Tor erzielt hat: dann wechselt automatisch der Ballbesitz.

Das komplette Regelwerk gibt es hier zum Nachlesen.

Ausrüstung fürs Wasserball

In mancherlei Hinsicht erinnert Wasserball auch an Rugby. Es ist, wenn es ernsthalt betrieben wird, kein Spiel für Zartbesaitete. Zur selbstverständlichen Ausrüstung zählen Suspensorium gegen (versehentliche oder absichtliche) Tritte in den Unterleib und ein Mundschutz. Wichtigstes Utensil ist aber eine spezielle Badekappe mit integrierten Ohrenschützern. Ohne diesen Schutz könnten schnell geworfene Bälle oder gegnerische Hände dem eigenen Trommelfell gefährlich werden.

Aber keine Panik: Wer im Schwimmbad ein aufblasbares Tor aufstellt und in der Gruppe mit einem Funball wirft, muss kein durchtrainierter Muskelmann sein. Da ist erlaubt, was Spaß macht.

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