Aquajogging

Wer läuft, braucht keinen festen Boden unter den Füßen. Im Gegenteil: Glaubt man Experten, ist Aquajogging – das Laufen im Wasser – eine hervorragende Trainingsmethode. Und das nicht nur für Senioren oder Sportverletzte, sondern sogar für ambitionierte Fitnessfreaks und Sportler. Beim Aquajogging werden vor allem Bein-, Po- und Bauchmuskeln gekräftigt. Aber auch die Koordination im Wasser stellt besondere Anforderungen.

Wie anfangen mit Aquajogging?

Im Wasser zu laufen hört sich trivial an, will aber gelernt sein. Da gelingt am leichtesten mit einem Trainer bzw. in einer Schwimmgruppe. Nach etwa sechs bis acht Kursterminen haben die meisten Menschen den Bogen raus. Zwanzig Minuten Training reichen am Anfang völlig aus, denn die ungewohnte Fortbewegung im nassen Element zehrt schnell an den Kräften.

Einziger Ausrüstungsgegenstand, den man wirklich braucht, ist eine Schwimmhilfe. Sie soll den Körper (mehr oder weniger) in der Senkrechten halten und ein Untergehen verhindern. Bewährt haben sich spezielle Schwimmgürtel, zur Not tut es aber auch eine Schwimmweste.

Laufstile und Trainingsformen

Aquajoggen ist nicht gleich Aquajoggen. Je nach Trainingszweck gibt es unterschiedliche Laufstile: zum Beispiel kurze Trippelschritte, Pendelschritte mit durchgestreckten Zehen und ausladende Radfahrerschritte. Die verschiedenen Techniken kann man sich autodidaktisch beibringen, gelingen aber in einem Kurs leichter.

Bei allen Stilen sollte der Körper möglichst aufrecht im Wasser stehen. Und genau hierin liegt gerade am Anfang eine besondere Herausforderung: Die Balance in der Vertikalen lässt sich nur mit einem gezielten Armeinsatz halten. Auf diese Weise trainiert Aquajogging letztlich den ganzen Körper.

Vor allem Sportler binden Aquajogging gerne in komplexere Trainingseinheiten ein, indem sie beispielsweise abwechselnd „laufen“ und schwimmen. Dabei sollte man einkalkulieren, dass Aquajogger (wenn überhaupt) nur langsam von der Stelle kommen. In hoher Geschwindigkeit viele „Meter zu machen“, ist gar nicht Ziel der Übung. Wer seinen persönlichen Trainingseffekt steigern will, erhöht einfach die Schrittfrequenz.

Für wen ist Aquajogging geeignet?

Schwebt der menschliche Körper im Wasser, lastet höchstens 20 Prozent seines üblichen Landgewichts auf Knochen und Gelenken. Dies ist natürlich eine Wohltat für alle, die mit Übergewicht, Überlastungserscheinungen oder Muskelproblemen zu kämpfen haben. Bei manchen Verletzungen, zum Beispiel im Knie, ist Aquajogging dagegen weniger ratsam. Das Wasserlaufen belastet am meisten die Muskeln und Sehnen in den Beinen. Im Zweifel hilft es, einen ärztlichen Rat bei einem Orthopäden einzuholen.

Übrigens ist es erwiesen, dass Aqua-Jogging bei gleichem Puls deutlich mehr Kalorien verbraucht als konventionelles Jogging an Land. Es ist also eine richtiger Schlank- und Fitmacher.

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