Optimale Wassertiefe für Kinder und Erwachsene

Im Stehen macht das Baden besonders viel Spaß. Das gilt jedenfalls für die meisten Kinder. Denn im Stehen können auch die Jüngsten mit Bällen werfen oder mit der Wasserpistole spritzen, ohne sich über Wasser halten zu müssen. Sehr viele Erwachsene wünschen sich dagegen tieferes Wasser, um besser schwimmen zu können und nicht am Oberkörper zu frieren. Was ist also die optimale Wassertiefe?

Körpergröße plus 30 Zentimeter

Bei jungen Nichtschwimmern sollte das Wasser am besten nur bis zur Brust reichen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass kleine Kinder unter ungünstigen Umständen sogar in sehr flachem Wasser ertrinken können (in dem sie grundsätzlich stehen könnten). Eine Beaufsichtigung durch Erwachsene ist daher trotz geringer Wassertiefe notwendig.

Sinnvoll ist die Faustregel, zur Körpergröße mindestens 30 Zentimeter hinzuzurechnen. Auf diese Weise bleiben Mund und Nase ohne größere Anstrengung über der Wasseroberfläche und ein großer Badespaß ist garantiert. Berücksichtigt man die durchschnittliche Körpergröße von Kindern, ist für Dreijährige ein Planschbecken mit höchstens 60 Zentimetern Wassertiefe ratsam. Sechsjährige Schulkinder fühlen sich etwa bis 85 Zentimetern Wassertiefe besonders wohl, während ab acht Jahren etwa ein Meter optimal ist.

Richtige Wassertiefe - © Kirsten Oborny / pixelio.de

Richtige Wassertiefe – © Kirsten Oborny / Pixelio.de

Tiefe von Pool und Schwimmbad

Wer sich selbst einen Pool anschaffen will, hat häufig die Wahl zwischen 120 und 150 Zentimetern Tiefe. Besitzt der Pool allerdings einen Oberflächensauger (Skimmer), um das Wasser sauber zu halten, gehen einige Zentimeter vom maximal möglichen Füllstand verloren. Eltern von jüngeren Schulkindern sollten daher auf jeden Fall zur 120-Zentimeter-Variante greifen – und können darauf hoffen, den Pool noch einige Jahre mit der ganzen Familie gut nutzen zu können.

Erwachsene fühlen sich meist in einem Pool mit 150 Zentimetern Wassertiefe wesentlich wohler.

In öffentlichen Schwimmbädern haben die Becken oft variable Wassertiefen, um den Bedürfnissen möglichst vieler Besucher gerecht zu werden. Ausgewiesene Nichtschwimmerbecken sollten maximal 135 Zentimeter tief sein. Bei größeren Wassertiefen werden dagegen Schwimmkenntnisse vorausgesetzt. Hier dürfen die Erwachsenen ihre Bahnen ziehen – und müssen keine Kollision mit dem Boden des Schwimmbeckens fürchten.

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