Planschbecken: Qualitäts- und Sicherheitstipps

Ob im Vorgarten, auf der Terrasse oder im Kleingarten – in der heißen Sommerzeit gehört ein Kinder-Planschbecken einfach zum täglichen Freizeitvergnügen. Diese aufblasbaren Mini-Swimmingpools kosten in manchen Fällen nicht einmal zehn Euro. Eine hohe Qualität kann der Käufer bei diesem Preis allerdings nicht erwarten. Aber worauf sollte man bei einem neuen Planschbecken achten?

Planschbecken - © Helene Souza / pixelio.de

Planschbecken – © Helene Souza / Pixelio.de

Robustes Plastik ohne Weichmacher

Ein wichtiges Kriterium ist die Materialstärke der Kunststoffhaut. Den Unterschied kann man zwischen den eigenen Fingern spüren. Ist das Material zu dünn oder hat schlecht verarbeitete Nähte, hält es wenigen Belastungen Stand. Schon kleine Steine können von unten Löcher in die Außenhaut drücken. Entweicht erst einmal Luft oder Wasser, ist das Planschbecken in vielen Fällen kaum zu retten. Zwar gibt es für kleinere Beschädigungen Flicksets, aber gerade bei Billigprodukten überschreitet der Reparaturaufwand schnell den erzielbaren Nutzen.

Weit verbreiteter Standard ist, dass Kinderplanschbecken zwei oder drei getrennte Luftkammern aufweisen. Hat eine Luftkammer ein Loch, sorgen die anderen beiden Kammern dafür, dass die Außenwand noch ein wenig stabil bleibt. Daneben gibt es Bauweisen mit festen Wänden, die aber eher den Swimmingpools als den Planschbecken zuzurechnen sind.

Eltern sollten darauf achten, nur ein Produkt zu kaufen, dem ausdrücklich bescheinigt wird frei von schädlichen Weichmachern zu sein (phthalatfrei). Manche Billighersteller setzen diese schädlichen Substanzen ein, obwohl es bezahlbare, gesundheitlich unbedenkliche Alternativen gibt.

Sicherheit für die Jüngsten

Ganz kleine Kinder haben einen überschaubaren Bewegungsradius und brauchen nur kleine Becken. Dafür wissen sie einen guten Komfort zu schätzen – beispielsweise luftgefüllte Böden, die einen Sturz im Planschbecken sanft abfedern.

Kaum mehr als 30 Zentimeter Wasser passen in die meisten Becken – und das ist auch gut so. Zum einen können Kinder selbst bei gering erscheinenden Wassertiefen ertrinken, zum anderen nimmt jeder zusätzliche Zentimeter Wasserfüllung mehr Zeit in Anspruch.

Aus Gründen der Bequemlichkeit füllen viele Benutzer ihr Planschbecken nicht täglich mit frischem Wasser. Dies ist unproblematisch, sofern das Wasser nicht übermäßig verdreckt erscheint und nach spätestens drei Tagen doch gewechselt wird.

Pflegen und überwintern

Bei guter Pflege kann ein hochwertiges Planschbecken tatsächlich mehr als nur eine einzige Badesaison überstehen. Dazu gehören eine regelmäßige Reinigung mit Wasser und Lappen, aber ohne aggressive Desinfektionsmittel oder spitze Borsten. Zur Überwinterung sollten selbstverständlich Luft und Wasser abgelassen werden. Anschließend bekommt das Plastik einen trockenen, dunklen und frostfreien Platz im Keller, von wo es im nächsten Frühjahr in alter Frische wieder in den Garten wandert.

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