Schwimmtiere: bunt, lustig und manchmal gefährlich

Ob blaue Delfine oder grüne Wale, bucklige Schildkröten oder lachende Fabelwesen – an Stränden und Schwimmbecken tummelt sich allerhand Getier. Wenn Kinder ins Wasser wollen, müssen natürlich die geliebten Schwimmtiere mit. Beim Kauf eines bunten Plastikwesens sollten Eltern aber nicht nur darauf achten, ob es der Nachwuchs ins Herz geschlossen hat. Manche Schwimmtiere können nämlich auch ganz ohne Zähne gefährlich werden.

Schwimmtier - © Bruch

Schwimmtier – © Bruch

Gefahr für Nichtschwimmer

Ein Schwimmtier ersetzt keine Schwimmhilfe. Auch wenn ein aufgeblasener Delfin zwei Haltegriffe besitzt, können Erwachsene nicht darauf vertrauen, dass ein Schwimmanfänger auf seinem Rücken gut aufgehoben ist. Im Gegenteil: Gerade große Schwimmtiere suggerieren eine trügerische Sicherheit. Die Tiere haben meist keine stabile Wasserlage und sind keineswegs fürs Schwimmenlernen konzipiert. Nichtschwimmer brauchen Schwimmscheiben, Schwimmwesten oder andere Hilfsmittel – und dazu noch das wachsame Auge eines Erwachsenen.

Vorsicht, Gift

Eine andere Gefahr lauert oftmals unsichtbar in der Außenhaut des Tieres: Besteht die aufblasbare Hülle aus PVC (Polyvinylchlorid), enthält sie meistens außerdem „Weichmacher“. Diese Weichmacher – und nicht das PVC selbst – gelten als gesundheitsschädigend. Betroffen sind vor allem Kleinkinder, deren Hormonhaushalt geschädigt werden kann. Die Weichmacher (auch unter dem Namen Phthalate bekannt) können zum Beispiel durch Speichel oder engen Hautkontakt aus dem PVC herausgelöst werden. Manches Plastikspielzeug enthält zudem potenziell krebserregende Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in bedenklichen Dosierungen.

Gesundheitsbewusste Eltern achten daher möglichst darauf, PVC-freies, PAK-freies bzw. Phthalat-freies Wasserspielzeug zu kaufen. Fehlt an einem Produkt ein entsprechender Vermerk oder verströmt es sogar einen strengen, für Weichmacher typischen Geruch, sollte man es lieber im Regal liegen lassen. Der Verkaufspreis ist zwar kein hinreichendes Kriterium; fest steht aber, dass Billigprodukte überproportional häufig Mängel aufweisen. Es lohnt also für gute Qualität ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen – und das Schwimmtier nach gründlicher Prüfung zu Hause statt schnell im strandnahen Ramschmarkt zu kaufen.

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