Schwanger schwimmen

Wasser ist eine Wohltat – auch und gerade für Schwangere. Im nassen Element wiegt der Babybauch kaum noch etwas und die werdende Mutter kann Körper und Seele baumeln lassen. Nur in wenigen, speziellen Ausnahmesituationen hat der Frauenarzt berechtigte Einwände. Die meisten Frauen dürfen bis zum Geburtstermin bedenkenlos das Wasser genießen.

Relaxen und fit bleiben beim Schwangerschaftsschwimmen

Bei einer Schwangerschaft verändert sich der weibliche Körper auf dramatische Weise, um Platz für das künftige Leben zu schaffen. Vor allem Sehnen und Gelenke sind nun größeren Belastungen ausgesetzt. Die Rückenmuskulatur muss ein höheres Gewicht stabilisieren und das Herz mehr Blut pumpen. Es drohen Wassereinlagerungen und sogar Venenprobleme und Thrombosen. Eine angemessene Bewegung im Wasser kann diesen Herausforderungen auf verschiedenem Wege begegnen: Herz und Kreislauf werden angeregt, Gelenke entlastet, Muskeln gleichzeitig gestärkt und gelockert.

Wie viel Sport der schwangere Körper gut verträgt, hängt auch vom allgemeinen Fitnesszustand ab. Wer schon immer leidenschaftlich geschwommen ist, darf sich mehr zumuten als ein ausgewiesener Sportmuffel. Untrainierte Frauen sollten (gerne auch mehrmals pro Woche) mit wenigen Minuten Schwimmen beginnen und sich danach langsam steigern. 20 Minuten, vielleicht sogar etwas mehr, sind optimal, wenn Frau sich fit fühlt.

Viele Frauen schätzen auch die speziellen Schwimmkurse, die auf Schwangere zugeschnitten sind. Die Kursleiter(innen) geben Tipps und Anleitungen für Entspannungsübungen im Wasser, während die Teilnehmerinnen ihre persönlichen Erfahrungen austauschen können.

Gesundheitliche Risiken?

Zurecht haben Schwangere grundsätzlich Angst vor Pilzinfektionen. Das gechlorte Schwimmbadwasser tötet aber den größten Teil der Keime, sodass eigentlich keine Gefahr drohen sollte. Wenn Frauen besonders sicher gehen wollen, können sie in Joghurt getränkte Tampons verwenden, die die Scheidenflora stabilisieren. Tabu sind allerdings die Whirlpools, da hohe Temperaturen und viel Sauerstoff eine ideale Brutstätte für Keime aller Art bilden.

Optimal für Schwangere sind Wassertemperaturen um 25 Grad. Oberhalb von 28 Grad ist theoretisch eine Überhitzung des Körpers möglich.

Gelegentlich haben Frauen Probleme bei bestimmten Schwimmstilen, beispielsweise beim Brustschwimmen. Ein Wechsel in die Rückenlage kann dann Abhilfe bringen.

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